Kennen Sie Ihren Kunden!

Machen Sie brachliegendes Potenzial durch zielgruppenorientierte Mobilitätslösungen nutzbar.

Jung, alt, weiblich – egal welche Merkmale, jede Kundengruppe hat ihre eigenen Vorlieben, wenn es um Autos oder generell die Art der Beförderung geht. Bisher sprechen nur wenige Autovermieter gezielt die unerschlossenen Zielgruppen an, indem sie die passenden Fahrzeugmodelle oder Mobilitätslösungen anbieten. Dadurch liegt ein großes Potenzial brach - nutzen Sie es!

Mit dem Zug, mit dem Flugzeug oder mit dem Wagen?

Heute überlegt sich bereits ein großer Teil der Menschen, bevor es losgeht, mit welchem Verkehrsmittel man am besten von A nach B gelangt. Immer mehr Reisende setzen sich nicht länger automatisch ans Steuer; das Auto ist längst nicht mehr immer die erste oder gar einzige Wahl. Durch den Ausbau der ICE-Strecken hat nicht zuletzt die Bahn in den vergangenen Jahrzehnten deutlich an Attraktivität gewonnen. In den großen Städten ist häufig schneller am Ziel, wer auf öffentliche Verkehrsmittel setzt.

Aus diesem Bewusstsein heraus ändern sich zwar die Kunden in der Autovermietung nicht, wohl aber ihr Verhalten und damit ihre Erwartungshaltung: Genau dasjenige Verkehrsmittel zu benutzen, das dem aktuellen Mobilitätsbedürfnis am besten entgegen kommt, lautet der selbstverständliche Anspruch. Muss das Auto des Kunden in die Werkstatt, möchte er ein Ersatzfahrzeug. Benötigt er ein Verkehrsmittel, um am Wochenende mehrere hundert Kilometer von München nach Köln und zurückzufahren, nimmt er entweder den Zug oder einen Mietwagen oder sogar beides kombiniert. Braucht er hingegen ein Auto nur für ein paar Stunden, um einige Dinge innerhalb der Stadt zu erledigen, nutzt er Carsharing. Flexibel mobil, zu jeder Zeit.

Die passenden Mobilitätsangebote finden Kunden heute schon bei den Automobilherstellern: Sie haben den Trend zur so genannten intermodalen Mobilität schon vor längerer Zeit erkannt und schicken ihre Kunden ganz flexibel durch den Großstadtdschungel. So verspricht etwa Daimler seinen Kunden: „Egal wann und wohin unterwegs: mit moovel optimal von A nach B kommen.“ moovel ist für den Kunden zunächst einmal eine App, die verschiedene Verkehrsmittel und -wege vergleicht und das beste Transportmittel für den eingegebenen Weg vorschlägt.

Für den Dienst, der noch als Pilotprojekt auf Stuttgart begrenzt läuft, kooperiert Daimler mit den lokalen ÖPNV-Partnern, den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) und dem Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS). Zudem wurde ein großer Anbieter für Mitfahrgelegenheiten ins Boot geholt. Bei Daimler versteht man moovel und damit die intermodale Mobilität als Weiterentwicklung des Carsharing-Konzepts.

Dabei waren die Stuttgarter mit ihrem Tochterunternehmen car2go, an dem auch die Europcar GmbH beteiligt ist, Pionier und sind immer noch Marktführer mit aktuell über 100.000 Kunden.

Vom Autohaus oder Autovermieter zum „Mobility Provider“

Was auch andere Automobilhersteller bereits seit einigen Jahren eifrig in die Hand nehmen, schreibt eine aktuelle Studie des Stuttgarter Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) nun auch den Autohäusern und damit im Grunde auch den Autovermietern ins Stammbuch: Angesichts eines mittel- und längerfristig stagnierenden Neu- und Gebrauchtwagenmarktes sind sie gezwungen, sich neue Geschäftsfelder zu erschließen, allen voran eben zumindest das Carsharing. Die sich ändernden Mobilitätsbedürfnisse von Kundengruppen können somit nur durch das Angebot von verschiedenen Mobilitätsmöglichkeiten befriedigt werden.