VW Passat Alltrack: Eine Spur von Offroad

Mit dem VW Alltrack versucht Volkswagen vor allem seinen eigenen Konzernmarken im Segment der Offroad-Kombis wie dem Skoda Oktavia Scout Konkurrenz zu machen. Entweder man sieht in ihm eine gelungene Mischung aus geräumiger Limousine und Geländewagen, oder aber eine aufgemotzte Familienkutsche für Papi: der neue VW Passat Alltrack. Den Passat gab’s zwar auch schon bislang mit einem Allradantrieb, doch von außen erkannte man die eigentlich nur an der Heckklappenaufschrift 4motion. Das ist beim Alltrack anders – er ist wesentlich auffälliger als ein normaler Passat und zugegebenermaßen wirkt er auch wesentlich sportlicher und trendiger.

Im Gegensatz zu den Modellen CrossPolo oder CrossGolf steckt unter der Motorhaube des Alltrack mehr als nur ein Facelift des normalen Passat Variant. Das Fahrwerk ist neu, die Stoßfänger sind neu, dazu Kunststoffplanken, die den Lack vor Kratzern schützen sollen. Die wichtigste Änderung aber ist die größere Bodenfreiheit, die beim Alltrack 16,5 statt nur 13,5 cm beim Standard-Passat beträgt. Auch die so genannten Böschungswinkel für das Befahren steiler Rampen sind größer als gewöhnlich.

Die Bordelektronik hält für den geländefahrfreudigen Familienvater aber auch noch ein paar schicke Gimmicks parat, beispielsweise eine Bergabfahrhilfe, die bei extrem steilen Gefällen automatisch auf Schritttempo abbremst – außerdem gibt es per Knopfduck ein eigenes Offroad-Fahrprogramm. Dazu hat der Alltrack serienmäßig einen Allradantrieb, mit Ausnahme der beiden Basismodelle, bei denen Allrad Aufpreis kostet. Auf normalen Straßen wird allerdings nur die Vorderachse angetrieben.

Trotz seiner schicken Geländewagen-Optik bleibt auch der Passat Alltrack ein Straßenfahrzeug, mit dem man auch mal über einen ruckeligen Feldweg holpern kann, ohne gleich aufzusitzen. Ein echter Geländewagen ist er aber nicht, trotz seines stolzen Preises. Das Basismodell als Benziner kostet mit einer 160-PS-Maschine mehr als 33.000 Euro, der Diesel noch einmal gut 1.000 Euro mehr. Sämtliche verfügbaren Motoren sind Direkteinspritzer und mit einer Doppelkupplungsautomatik kombiniert.