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Keine Zukunft ohne Internet

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Auch mittelständische Unternehmen können sich dem Online-Zeitalter nicht mehr verweigern

Ein Leben ohne Internet? Für die meisten ist das heute kaum noch vorstellbar. Dem aktuellen „(N)Onliner Atlas 2009“ der Initiative D21 zufolge sind annähernd 70 Prozent der Deutschen online – das sind vier Prozentpunkte mehr als 2008. Wir schreiben E-Mails, lesen im Internet Nachrichten, buchen Urlaub und kaufen dort Kleidung oder Bücher. Doch noch immer gibt es Unternehmen, die nicht online sind – von einer eigenen Internetseite ganz zu schweigen.

Das Internet und seine Bedeutung für die Wirtschaft haben sich – und das ist der Schnelligkeit des neuen Mediums zu verdanken – in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Gegen Ende der 1990er Jahre wurde man als Mittelständler von Kollegen und Konkurrenten noch meistens als „neumodisch“ oder „verrückt“ tituliert, wenn man sich eine E-Mailadresse oder sogar eine Internetseite auf die Visitenkarten druckte. Heute gehört beides schon lange zum guten Ton.

Im März 1998 gab der damalige Vorstandschef des Internetanbieters AOL (America Online), Steve Case, dem „Spiegel“ ein Interview, dessen Antworten aus heutiger Sicht eher komisch anmuten. Auf die Frage, wie stark denn das Internet in zehn Jahren, also 2008, den Alltag der Menschen prägen werde, antwortete Case: „Auch ich kann heute nicht vollständig begreifen, woran wir arbeiten, was hier eigentlich passiert. Wir haben noch längst nicht alle Antworten.“

Website-Check: Sixt.de
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Die Website von Sixt präsentiert sich im modernen Gewand, ohne dabei den Kunden visuell zu überfordern. Das Wichtigste gleich auf den ersten Blick: Aktuelle Angebote und das Reservierungstool.

Das Internet entwickelt sich ständig weiter

Alle Antworten gibt es auch heute noch nicht, weil das Internet täglich neue Fragen aufwirft. Denn täglich entwickelt sich das neue Medium fort. Klar aber ist: Selbst ein mittelständisches Unternehmen kann es sich heute kaum noch erlauben, nicht online zu sein. Sei es, um seinen Kunden die Möglichkeit zu geben, per E-Mail Angebote einzuholen oder Anfragen zu stellen. Oder sei es, um über die Firmen-Internetseite sich zu informieren oder Aufträge zu erteilen.

Der Kunde ist König – und der Kunde will immer mehr von zuhause oder unterwegs aus über das Internet arbeiten und kommunizieren. Pauschalangebote für den schnellen Internetzugang per DSL oder Kabel haben diese Entwicklung schon vor Jahren angestoßen, jetzt wird sie von ersten mobilen Flatrates für internetfähige Mobiltelefone wie das Vorzeige-Handy iPhone von Apple nochmals beschleunigt. Wer dabei nicht mitzieht, bleibt mittelfristig auf der Strecke.

Website-Check: Avis.de
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Auch bei Avis steht das Reservierungstool ganz oben. Ansonsten findet sich neben einer übersichtlichen Menüführung auch die aktuellen Angebote auf der Startseite. Die Navigation ist einfach und usergerecht aufgebaut. Man findet sich schnell zurecht.

Natürlich steht bei allem immer die Kosten-Nutzen-Frage im Raum. Der Unternehmensberater und Buchautor Edgar K. Geffroy sagt, erfolgreiche Unternehmen müssten genau das anbieten, was der Kunde wolle. Dazu brauche man keine Marktforschung, man müsse den Kunden „nur gut zuhören“. Wenn dabei eben herauskomme, dass Internetauftritt sowie Kommunikation per E-Mail gewünscht sind, müsse man die Wünsche umsetzen – zusätzliche Kosten hin oder her.

Die Zahl der Internetnutzer in Deutschland steigt stetig

Die neusten Studien zur Internetnutzung – etwa der „(N)Onliner Atlas 2009“ – sprechen eine deutliche Sprache: Die Zahl der Internetnutzer in Deutschland steigt seit Jahren kontinuierlich, ebenso wie die Verweildauer im Netz. Dabei gibt es große Unterschiede, was die Region, das Geschlecht, den Bildungsstand und natürlich das Alter der Nutzer angeht. Sogar die politische Ausrichtung der Bürger spielt mehreren Umfragen zufolge bei der Internetnutzung eine Rolle.

Zentrale Ergebnisse des „(N)Onliner Atlas 2009“ sind: 69,1 Prozent der Deutschen verfügen in diesem Jahr über einen Internetanschluss, 2008 waren es erst 65,1 Prozent. Auch die Zahl der so genannten Nutzungsplaner ist mit 4,3 Prozent in diesem Jahr (2008: 4,9 Prozent) nach wie vor hoch, so dass die Zahl der Offliner (also der bisherigen Nichtnutzer und Verweigerer) kontinuierlich weiter sinkt. In diesem Jahr waren es noch 26,6 Prozent der Bundesbürger.

In den drei Stadtstaaten Berlin, Hamburg sowie Bremen liegt die Zahl der Internetnutzer über dem bundesweiten Durchschnitt, in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg- Vorpommern dagegen deutlich darunter. Die Zahl der weiblichen Internetnutzer lag 2009 mit 62,3 Prozent zwar klar über dem Wert von 2008 (58,3 Prozent), die Männer sind den Frauen mit 76,1 Prozent (2008: 72,4 Prozent) aber deutlich voraus, auch wenn sich die Schere langsam zu schließen beginnt.

Die Schüler von heute sind die Entscheider von morgen

Besonders spannend ist jedoch die Aufteilung nach Altersgruppen. Während bei den 14 bis 19 Jahre alten Befragten dieses Jahr 95,6 Prozent das Internet nutzten, waren es bei den 20 bis 29 Jahre alten schon bei nur noch 93,8 Prozent. Der Anteil sinkt mit dem Alter der Befragten und erreicht bei den über 70-Jährigen nur 19,0 Prozent. Das verdeutlicht, wie wichtig das Internet für Unternehmen künftig ist, wenn die Schüler von heute die Entscheider von morgen sind.

Website-Check: cc-rentacar.de
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Bei der CC Rent a car Autovermietung wird man auf der Startseite von der aktuellen Aktion begrüßt. welche liebevoll in einer kleinen Animation präsentiert wird. Die Navigation ist logisch aufgebaut und intuitiv bedienbar, über das "Schnellmenü" gelangt man zielsicher auf die wichtigsten Punkte der Website.

Bleibt die Frage, für welche Branche sich zum Beispiel der Aufbau einer eigenen Internetseite wirklich rentiert. Brauchen klassische Handwerksbetriebe wie eine Sanitär-Blechnerei oder eine Bäckerei eine Internetseite? Geffroy sagt, es „gibt keine klassischen und modernen Branchen“, es gebe „nur langweilige und moderne Unternehmen“. Man brauche eben eine gute Idee, wie sich das Netz für die eigenen Zwecke nutzen lässt und sich so neue Kunden gewinnen lassen.

Es gibt – neben dem konkreten Online-Wunsch der Kunden –aber auch noch andere Gründe, warum man sich dem Internet-Zeitalter als mittelständisches Unternehmen kaum verschließen sollte und kann. Einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes zufolge nutzten schon im Jahr 2006 rund 41 Prozent der Unternehmen mit Internetzugang die Möglichkeit des so genannten E-Government: Sie nahmen online Kontakt zu Ämtern auf oder erledigten Behördengänge.

Immer mehr Ausschreibungen laufen nur noch online Bei größeren Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten waren es sogar 63 Prozent. Diese Kommunikationsform ist auch deshalb so wichtig, weil etliche Ausschreibungen – vor allem, wenn sie europaweit getätigt werden müssen – oftmals nur noch online stattfinden. Wer also von öffentlichen Aufträgen nicht in naher Zukunft ganz abgeschnitten werden will, muss sich also zwangsläufig auf das Internet „einlassen“. Man kann dabei eigentlich nur gewinnen...

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Initiative D21 ist Deutschlands größte Kooperationsplattform von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Sie umfasst ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen und politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ziel der Initiative D21 ist es, unsere digitale Gesellschaft mit gemeinnützigen und wegweisenden Projekten zu gestalten und das Land in der heutigen globalen und digitalen Welt gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu machen. >>> initiatived21.de

TNS Infratest ist Mitglied der englischen TNS Gruppe und gehört so zu einem der führenden Marktforschungs- und Beratungsunternehmen der Welt. Für Auftraggeber aus den Branchen Automobil und Verkehr, Pharmamarkt, Kommunikation und Neue Medien, Finanzforschung, Konsumgüter sowie der Medien-, Politik- und Sozialforschung liefern die Marktforscher von TNS Infratest laut eigenen Angaben „Beratung durch Forschung“. >>> tns-infratest.com

Der „(N)Onliner Atlas“ ist eine Studie der Initiative D21, durchgeführt von Marktforschern der TNS Infratest. Im neunten Jahr seines Erscheinens hat der „(N)Onliner Atlas“ erneut die Welt der Onliner, der Nutzungsplaner und der Offliner beleuchtet und dabei die Unterschiede der Internetnutzung in Deutschland aufgeführt. Im Mittelpunkt der mit über 30 000 Interviews bundesweit umfangreichsten Studie stehen Zahlen der Internetnutzung etwa nach Bundesland, Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand und Beschäftigung. >>> nonliner-atlas.de

[jhs]