PEOPLE | INTERVIEW
Was macht eigentlich ...
... ein Key Account Manager bei MAN Truck & Bus Deutschland? Johannes Warnke im Porträt
Die Menschen hier möchten „ein verlässlicher Partner für zufriedene Kunden sein“ – wie Johannes Warnke, der täglich die ganzheitliche und zentrale Betreuung von Fuhrpark- Kunden im MTBD-Bereich übernimmt. Einen „normalen“ Arbeitstag gibt es bei ihm aber nur selten: „Meetings mit Kollegen, Besuche bei Kunden und Vorträge im Wechsel mit Büroarbeit und Telefonaten sorgen für einen bunt gemischten Alltag.“
Teamarbeit ist dem 50-Jährigen dabei besonders wichtig: „Die ständig wachsenden Herausforderungen in unserer Branche sind nur mit einem eingespielten und hoch motivierten Team zu bewältigen. Insgesamt verlässt sich die MAN Truck & Bus Deutschland auf etwa 5.000 gut ausgebildete Mitarbeiter bundesweit.“ Grund genug, nachzufragen, was wir Neues aus dem Hause MAN erwarten können – Johannes Warnke steht Kraftstoff-Redakteurin Steffi C. Wank Rede und Antwort:
Herr Warnke, mit welchen Fahrzeugen waren Sie auf der IAA vertreten?
Johannes Warnke: „Ständig wachsende Herausforderungen!“
MAN stellte einen Querschnitt durch die gesamte Fahrzeugpalette aus. Ein Highlight waren die neuen Modelle der leichten und mittelschweren Baureihe TGL und TGM, unter Anderem mit innovativer Abgastechnik – also deutlich mehr als ein Facelift. Wir bieten technisch ausgereifte, zuverlässige und wirtschaftliche Transportlösungen an.
Sollte nicht aus ökologischen Gründen der Güterverkehr auf die Schiene verlagert werden? Wie sieht man das bei MAN?
Wir stehen einer sinnvollen Verteilung der Gütertransporte auf die verschiedenen Verkehrsträger sehr aufgeschlossen gegenüber. Für die Distribution in der Fläche ist allerdings mittelfristig keine Alternative zum LKW in Sicht.
Welche umweltfreundlichen Technologien verwenden Sie?
Euro 5 ist bei MAN für alle Fahrzeugklassen lieferbar, für die Baureihe TGL und TGM sogar ohne zusätzliche Betriebsstoffe („Pure Diesel“), ein Alleinstellungsmerkmal im europäischen Wettbewerb. Diese innovative und zuverlässige Technologie wird von den Kunden gut angenommen, weil es insbesondere bei Mietfahrzeugen mit AdBlue-Abgastechnik sehr oft zu Fehlbetankungen kam.
Wie wirkt sich die eingeführte LKW-Maut auf das Nutzfahrzeuggeschäft in Ihrem Unternehmen aus?
Die LKW-Maut und die ständigen, unkalkulierbaren Diskussionen hierüber führen zu starkem Druck auf die Margen der Transportunternehmen. Die Kosten können nur bedingt an deren Auftraggeber und an die Endverbraucher weitergegeben werden. Dies zwingt unsere Kunden zur Optimierung interner Prozesse und wir wollen unseren Beitrag leisten, indem wir Fahrzeuge mit besonders hoher Transporteffizienz am Markt anbieten.
Welche neuen Technologien können die Kunden künftig erwarten?
MAN forscht und entwickelt intensiv im Bereich aktive und passive Sicherheit des LKW, Assistenzsysteme für den Fahrer und der kontinuierlichen Weiterentwicklung der bekannt sparsamen und abgasarmen Motoren. Auch der Einsatz von Hybridtechnik und die Verwendung alternativer Kraftstoffe sind bei MAN ein Thema von hoher Priorität.


Johannes Warnke in seiner Freizeit:
mit dem Motorrad in Südtirol (l.) und auf dem Weg zur Inlineskate-Strecke (r.)
Interessante Ein- und Ausblicke, die uns Johannes Warnke gibt. Für ihn ist MAN seit über 13 Jahren die berufliche Heimat. Wir danken Herrn Warnke herzlich für das Gespräch.
Ach übrigens: Auch, wenn man jetzt meinen könnte, sein Traumauto sei ein großer Lastkraftwagen – weit gefehlt! Herr Warnke begeistert sich für den „Tesla Roadster – ein revolutionäres Elektroauto aus Kalifornien. Wer’s nicht kennt, sollte mal googeln!“ [scw]
Fotos: privat, MAN
